Profil
Natalia Szymczyk
Lebenslauf
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Ausbildung
- Abitur: Grillo-Gymnasium, Gelsenkirchen
- Bachelor of Science in Menschenzentrierte Informatik und Psychologie: Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg
- Master of Science in Menschenzentrierte Informatik und Psychologie:Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg
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Qualifikationen:
- Studium: Ich habe einen Bachelor und einen Master in „Menschenzentrierter Informatik und „Psychologie“. Ich verstehe also sowohl die technische Seite der KI als auch die menschliche Psyche.
- Erfahrung: Ich habe ein Jahr in der Wirtschaft gearbeitet und forsche seit mehreren Jahren an der Uni in der Sozialpsychologie.
- Sprachen: Ich spreche Polnisch (meine Muttersprache), Deutsch und Englisch. Das hilft mir sehr, da ich in der Wissenschaft viel englische Fachliteratur lese und mich mit Forscher:innen aus der ganzen Welt austausche.
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Berufliche Stationen
- Der Anfang: Mit 16 Jahren habe ich angefangen, neben der Schule in einer Bäckerei zu arbeiten – insgesamt vier Jahre lang immer an Sonn- und Feiertagen.
- Nach dem Abi: Um Geld zu sparen, habe ich gleichzeitig in einem Callcenter und weiter in der Bäckerei gejobbt.
- Während des Studiums: Ich habe als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Sozialpsychologie angefangen und dort die Welt der Forschung entdeckt.
- Im Master: Ich wollte noch mal in die Wirtschaft schauen und habe ein Jahr lang in der Marketing-Abteilung bei Douglas gearbeitet.
- Heute: Nach dem Master bin ich zurück an die Uni zum Lehrstuhl für Sozialpsychologie gekehrt, um dort jetzt meine Promotion (meinen Doktor) zu machen.
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Derzeitiger Job
- Doktorandin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt KIKI
- Ich erforsche, wie wir Kindern, Eltern und Kindergärtner:innen dabei helfen können, KI besser zu verstehen. Mein Ziel ist es, Materialien zu entwickeln, die zeigen, wie KI wirklich funktioniert – zum Beispiel, dass sie Fehler machen kann und wie sie mit unseren Daten umgeht. Ich möchte erreichen, dass Kinder von klein auf lernen, sicher und selbstbestimmt mit dieser neuen Technik umzugehen.
- In meinem Alltag als Sozialpsychologin an der Uni entwickle ich dafür Studien, werte Ergebnisse am Computer aus und diskutiere meine Erkenntnisse mit anderen Expert:innen weltweit, um digitale Umgebungen für Kinder sicherer zu machen.
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Arbeitgeber*in:
- Ich promoviere an der Universität Duisburg-Essen in einem BMFTR (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) Projekt namens KIKI.
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Was mache ich in der Wissenschaft am liebsten: Ich liebe es, eine spannende Frage zu haben und dann herauszufinden, wie man die Antwort darauf bekommt. Es macht mir unglaublich viel Spaß, diese neuen Ergebnisse dann auf Konferenzen vorzustellen und mit anderen darüber zu diskutieren. Ich finde es toll, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem meine Neugier mein Beruf ist und ich jeden Tag etwas Neues lernen kann.
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Über mich: Mein Name ist Natalia, ich bin 26 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet (NRW). Hier bin ich zur Schule gegangen und habe an der Universität Duisburg-Essen Menschenzentrierte Informatik und Psychologie studiert. Seit September promoviere ich nun. Das bedeutet, ich mache meinen Doktor und darf den ganzen Tag meiner Neugier folgen und erforschen, wie neue Technologien auf uns Menschen wirken. Bevor ich ganz in die Forschung gegangen bin, habe ich ein Jahr in einem großen Unternehmen gearbeitet, aber mir hat das Tüfteln an neuen Fragen so sehr gefehlt, dass ich schnell an die Universität zurückgekehrt bin!
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Ich bin Polin und in erster Generation mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen. Ich bin die Erste in meiner Familie, die studiert und jetzt sogar ihren Doktor macht – darauf bin ich sehr stolz! Es zeigt, dass man alles erreichen kann, wenn man an sich glaubt und neugierig bleibt. 🙂
Seit Kurzem lebe ich mit meinem Partner in Berlin. Wenn ich nicht gerade über KI forsche, liebe ich es zu reisen, Volleyball zu spielen oder einen richtig guten Kaffee zu trinken.
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Meine Pronomen sind:
Meine Pronomen sind sie/ihr.
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Über meine Arbeit: Ich untersuche, wie wir Kindern, ihren Eltern und Kindergärtner:innen am besten erklären können, was KI eigentlich ist. Mein Ziel ist es, dass schon die Kleinsten verstehen, wie diese Technik funktioniert.
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Dabei konzentriere ich mich darauf, wie wir gemeinsam ein grundlegendes Verständnis für KI entwickeln können. Besonders wichtig sind mir dabei drei Punkte:
- Dass KI-Systeme ganz anders funktionieren als Menschen (auch wenn sie schlau wirken!).
- Dass KI-Systeme Fehler machen und falsche Informationen erfinden können.
- Dass KI oft unbemerkt im Hintergrund private Daten sammelt.
Ich entwickle und teste Materialien, die Eltern und Kita-Personal dabei helfen, Kindern diese Themen spielerisch und verständlich näherzubringen.
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So sieht ein typischer Tag von mir aus: Mein Tag startet gegen 8:00 Uhr morgens erst einmal mit einem Kaffee am Laptop. Nachdem ich meine E-Mails beantwortet habe, tauche ich tief in meine Forschung ein: Wenn ich am Anfang eines Projekts stehe, lese ich sehr viel darüber, was andere Forschende schon herausgefunden haben. Ich suche dann gezielt nach einer „Forschungslücke“ – also einer Frage, die bisher noch niemand beantwortet hat und die ich mit meiner eigenen Studie füllen kann.
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Habe ich diese Lücke gefunden, wird es praktisch: Ich entwickle eine eigene Studie und führe sie entweder bei uns im Labor oder online durch. Dabei sammle ich Daten und werte sie aus, um zu sehen, was die Ergebnisse uns verraten. Am Ende schreibe ich alles in einem wissenschaftlichen Aufsatz auf. So können auch andere Menschen weltweit lesen, was ich Neues herausgefunden habe und wie das dabei hilft, KI sicherer zu machen.
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Mein Interview
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Wie würdest du dich in drei Sätzen oder in drei Worten beschreiben?
Weltoffen, neugierig und ehrgeizig.
Was oder wer hat dich dazu inspiriert deinen Beruf oder dein Forschungsthema zu wählen?
Den entscheidenden Anstoß gab der Lehrstuhl für Sozialpsychologie, an dem ich schon während meines Studiums arbeiten durfte. Das Team hat mich von Anfang an voll in die Welt der Forschung integriert. Ich durfte auf Fachkonferenzen mitreisen und sogar an wissenschaftlichen Veröffentlichungen mitwirken. Diese Erfahrung hat mir so gut gefallen, dass mir schnell klar war: Ich möchte in der Forschung bleiben und meine eigenen Fragen beantworten!
Was wolltest du nach der Schule werden?
Nach dem Abi hatte ich ehrlich gesagt noch überhaupt keinen Plan. Statt mich sofort in ein Studium zu stürzen, habe ich erst einmal ein Jahr lang in zwei Jobs gleichzeitig gearbeitet. So konnte ich Geld sparen, ein bisschen reisen und in Ruhe darüber nachdenken, was ich wirklich will. Erst mit der Zeit wurde mir klar, in welche Richtung ich gehen möchte – und dass mein Weg in die Forschung führt, habe ich sogar erst während des Studiums entdeckt.
Bist du während deiner Schulzeit jemals in Schwierigkeiten geraten?
Ich habe mal einen blauen Brief bekommen, weil ich in der Mittagspause mit meinen Freundinnen unerlaubt vom Schulgelände verschwunden bin. Und weil ich es mit dem Schwänzen zeitweise ein bisschen übertrieben hatte, musste ich einen Monat lang nach jeder einzelnen Stunde eine Unterschrift von den Lehrkräften sammeln, um zu beweisen, dass ich wirklich da war. Aber ansonsten war ich eigentlich immer lieb! ;-)
Wenn du deinen jetztigen Job nicht machen würdest, was würdest du stattdessen machen?
Gute Frage! Entweder würde ich mich aktiv dafür einsetzen, dass Gesetze für sicherere KI gemacht werden. Oder ich würde einfach ein Café aufmachen und dort richtig guten Kaffee verkaufen.
Was ist dein Lieblingsessen?
Ich liebe vietnamesisches und thailändisches Essen! Seit meiner dreimonatigen Reise durch Südostasien bin ich ein riesiger Fan der asiatischen Küche und probiere dort am liebsten alles aus.
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