• Frage: Wie funktioniert die KI, dass sie immer auf alles eine Antwort hat?

    Frage gestellt jury35pan am 25 Feb 2026.
    • Foto: Tim Menzner

      Tim Menzner Beantwortet am 25 Feb 2026: last edited 25 Feb 2026 12:25


      Eine Antwort ja, aber nicht immer die richtige 😉

      Vereinfacht gesagt werden Large Language Models (also das, was heute meist gemeint ist, wenn man über KI spricht) mit extrem vielen Texten trainiert. Dabei lernen sie einfach, welche Wörter statistisch gesehen oft auf andere Wörter folgen.

      So können sie Sätze mit einer Antwort vervollständigen, die meist logisch klingt, aber nicht unbedingt wahr sein muss. Fragst du eine KI zum Beispiel, wo die Pinguine im Zoo von Coburg sind, könnte sie antworten, dass sie gegenüber von den Robben sind, obwohl es in Coburg gar keinen Zoo gibt. Die KI weiß das nicht, oder genauer: Sie hat nie gelernt, zu erkennen und zu sagen, dass sie etwas nicht weiß. Aber sie hat gelernt, dass Pinguine in Zoos oft bei den Robben sind, also gibt sie eine Antwort, die wahrscheinlich klingt.

      Um auf mehr tatsächliches Wissen zurückgreifen zu können, sind viele KI-Chatbots mittlerweile ans Internet angeschlossen: Vereinfacht gesagt „googelt“ das KI-Modell deine Frage im Zweifel nochmal und nutzt die Suchergebnisse als Grundlage für die Antwort. Hier hängt die Richtigkeit also davon ab, ob das, was im Internet steht, auch tatsächlich stimmt.

    • Foto: Thomas Hoppe

      Thomas Hoppe Beantwortet am 26 Feb 2026:


      Hinzu kommt, dass solche Large Language Modelle auch immer davon ausgehen, dass der Benutzer keine Fehler macht und auch keinen Unsinn fragt. Bei der Entwicklung eines Testdatensatzes habe ich mal folgende Frage gestellt: „Woher hat der Leberwustbaum seinen Namen?“ (Wenn du genau hinguckst findest du meinen Tippfehler). Das System hat aber nicht geantwortet „Den Namen Leberwustbaum gibt es nicht, aber es gibt einen Leberwurstbaum, meintest du den?“), sondern irgendetwas von Lebermoos und Leberblümchen zusammen gereimt.

      Oder Frage mal „Wer war Wolfgang Sebastian Friedrich Röntgen?“ (Den Namen habe ich mir ausgedacht, aus Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach, Friedrich Schiller
      und Wilhelm Conrad Röntgen) Die meisten Systeme antworten dann, dass dies der Entdecker der Röntgen-Strahlen sei und fasseln irgendwas zusammen. Sie gehen eben davon aus, dass die Benutzenden schon was vernünftiges fragen …

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