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Frage gestellt SergheevA am 16 Feb 2026.0
Frage: Wie hilft Kl in der Medizin?
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Thomas Hoppe Beantwortet am 16 Feb 2026: last edited 17 Feb 2026 14:00
Soweit ich das weiß ist Medizin das erste Anwendungsgebiet in dem KI erfolgreich in der Forschung und für Diagnosen genutzt wurde. Bereits in den 1990er Jahren wurden KI-Anwendungen für die Medizin entwickelt. Ich selber habe da in einem Projekt an einem Informationssysteme über Dokumente und Veröffentlichungen zu „Leukämie und Knochenmarkstransplantation“ mitgearbeitet. Seit dem wurde viel daran gearbeitet, um die ganzen medizinischen Veröffentlichungen mittels KI den Medizinern und Forschern zugänglich zu machen.
KI hilf auch die Erbsubstanz von Lebewesen, die Chromosonen, zu analysieren, um herauszufinden welche Gene eine bestimmte Funktion haben oder Ursachen von Erbkrankheiten sein können.
KI wird in der Medizin dafür eingesetzt Röntgenbilder zu untersuchen, um Krebs im bereits im Anfangsstadium zu erkennen.
Es gibt bereits eine App mit der man bei Krankheitszeichen herausfinden kann welche Krankheit man hat. Meine Tochter hatte mal eine seltene Krankheit, die ein Arzt zum Glück schon diagnostiziert hatte. Mit den Symptomen habe ich diese App mal getestet und sie hat tatsächlich die richtige Krankheit herausgefunden. Solche Apps sollte man aber nur zur Information verwenden und bei ernsten Erkrankungen auf jeden Fall immer zu einem Arzt gehen.
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Tim Menzner Beantwortet am 16 Feb 2026:
Ein besonders erfolgreicher Einsatz von KI in der Medizin ist ein Programm namens AlphaFold. „Fold“ ist Englisch und bedeutet „falten“, und genau das macht diese KI.
AlphaFold sagt voraus, wie sich Eiweiße, auch Proteine genannt, im Körper zusammenfalten. Proteine sind wichtige Bausteine unseres Körpers und erfüllen viele lebenswichtige Aufgaben.
Damit ein Protein richtig funktionieren kann, muss es eine ganz bestimmte Form haben. Diese Form entsteht, wenn sich die lange Kette aus Bausteinen zu einer komplizierten 3D-Struktur zusammenfaltet.
Früher mussten Wissenschaftler aufwendig im Labor herausfinden, wie ein Protein aussieht. Das konnte Monate oder sogar Jahre dauern. Mit AlphaFold geht das heute viel schneller, oft in nur wenigen Stunden.
Dadurch können wir besser verstehen, wie viele Prozesse in unserem Körper ablaufen. Dieses Wissen hilft zum Beispiel dabei, neue Medikamente zu entwickeln und Krankheiten besser zu erforschen.
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Aya Ghoul Beantwortet am 17 Feb 2026:
KI ist in der Medizin wie ein schlauer Helfer, der Ärztinnen und Radiologinnen den Alltag leichter macht. Sie kann zum Beispiel in der Radiologie erkennen, wenn sich ein Patient bewegt, und die Bilder automatisch korrigieren, sodass wir trotzdem gestochen scharfe Aufnahmen bekommen das spart richtig viel Zeit und Aufwand. Außerdem kann KI Routineaufgaben übernehmen, wie das Sortieren und Vorbereiten von Bildern, sodass das Team sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren kann. So werden die Geräte besser genutzt, Patienten müssen weniger lange warten und wir können insgesamt schneller arbeiten. Kurz gesagt: KI macht den ganzen Ablauf in Krankenhäusern und Praxen viel effizienter und stressfreier.
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Heinke Hihn Beantwortet am 17 Feb 2026:
KI kann auf ganz viele Unterschiedliche Arten helfen:
– In der Medizin fallen sehr, sehr viele Daten an. Wenn beispielweise ein neues Medikament zugelassen werden soll, dann nutzen wir mathematische Methoden, um herauszufinden, wie wirksam das Medikament ist. Dies kann durch eine KI deutlich schneller gemacht werden.
– damit Ärzte und Ärztinnen in unseren Körper reinschauen können, gibt es ganz viele verschiedene komplexe Geräte, die nur für Expert:innen lesbare Bilder erzeugen. Am bekanntesten ist das Röntgenbild. KI kann hier helfen, diese Bilder zu analysieren und bei der Diagnose zu helfen
– im Laufe unseres Lebens besuchen wir ganz viele verschiedene Ärzte und Ärztinnen auf. Wir ziehen um, wechseln die Praxis, oder müssen zur spezialisierten Praxis. Damit wir troztdem ein einichtliches Bild bekommen, kann uns KI helfen, diese vielen Daten und Dokumente aus vielen Quellen zu verbinden. So weiß dein Arzt oder deine Ärztin dann ganz schnell, welche Therapien bei dir schon probiert wurden und kann dir so schneller helfen
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Anne Reinhardt Beantwortet am 17 Feb 2026: last edited 17 Feb 2026 15:06
Meine Vorredner:innen haben ja schon Beispiele genannt wie Diagnostik (z. B. wenn Computer auf Röntgen- oder MRT-Bildern Muster erkennen) oder Forschung, etwa bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen. Mich als Kommunikationswissenschaftlerin interessiert aber besonders noch ein anderer Bereich: KI als Gesundheitsratgeber für uns „Laien“. Denn: Immer mehr Menschen nutzen Chatbots genau dafür (z. B. „Warum habe ich Halsschmerzen?“, „Was hilft gegen den nervigen Pickel?“ oder „Warum bin ich dauernd müde?“).
KI hat auch wirklich ein paar echte Vorteile als Quelle für Gesundheitsinfos: Sie ist 24/7 erreichbar, ist niedrigschwellig (man muss zB niemanden anrufen), und sie kann komplizierte medizinische Begriffe in verständliche Sprache „übersetzen“.
Aber (und jetzt kommt das wichtige „Aber“!) im Gesundheitsbereich hat KI auch Risiken. Eine KI kann dir versehentlich falsche oder unpassende Ratschläge geben. Sie klingt dabei oft sehr sicher, auch wenn sie danebenliegt. Und selbst wenn die KI theoretisch viel Medizinwissen gelernt hat: In der Realität hängt extrem viel davon ab, wie gut du deine Frage stellst. Eine große neue Studie in Nature Medicine hat genau das getestet: Die KI-Modelle konnten medizinische Fälle „alleine“ ziemlich gut lösen, aber sobald echte Menschen mit der KI im Dialog nach Rat gefragt haben, sind die Ergebnisse deutlich schlechter geworden. Das liegt zum Beispiel daran, dass wir Menschen wichtige Infos vergessen („Ach so, Fieber hab ich auch…“), Dinge unklar beschreiben („komisches Gefühl im Bauch“ kann sehr vieles heißen), oder wir unbewusst schon eine Vermutung in die Frage einbauen („Ist bestimmt nur Stress, oder?“) und die Antwort dann in diese Richtung kippt.
Ein anschauliches Beispiel: Stell dir vor, jemand schreibt der KI: „Ich habe Bauchweh, was soll ich machen?“ Wenn man nicht dazusagt, seit wann das ist, ob man Fieber hat, wo genau der Schmerz sitzt, ob man sich übergeben muss oder ob man gerade Medikamente genommen hat, kann die KI kaum sinnvoll einschätzen, was nun Sache ist. Deshalb gilt als Faustregel: KI kann eine erste Orientierung geben oder beim Verstehen helfen, aber sie ersetzt nicht Ärztin oder Arzt.
Und noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Gesundheitsinfos sind super private Daten. Wenn du mit einer KI über Symptome sprichst, sind das sehr persönliche Informationen. Deshalb: keine Namen, keine Adresse, keine Details, die dich direkt identifizierbar machen.
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Katharina Beckh Beantwortet am 18 Feb 2026:
Wie KI in der Medizin noch helfen kann, beleuchte ich mit zwei Beispielen:
📝 Wusstest du das Ärztinnen und Ärzte über 40% ihrer Zeit mit Dokumentationsaufgaben verbringen?
KI kann beim Schreiben von Arztbriefen unterstützen, damit mehr Zeit für Patientengespräche und die Behandlung da ist.🚨Im Krankenhaus gibt es in der Notfallaufnahme einen sogenannten Schockraum. Dort werden Schwerstverletzte behandelt. Im Schockraum ist die Behandlung zeitkritisch und gleichzeitig ist es dort hektisch, weil meistens über 10 Fachkräfte im Raum sind.
KI kann im Schockraum über automatische Spracherkennung helfen wichtige Informationen zu sichern und sie für das gesamte Team live anzuzeigen. -
Martin Schmuhalek Beantwortet am 19 Feb 2026: last edited 19 Feb 2026 0:23
Ein weiteres Beispiel dafür, wie KI in der Medizin helfen kann, ist die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente und Therapieformen.
Dieser Prozess ist enorm aufwendig und kostspielig (er kann bis zu 10 Jahre dauern und bis zu 3 Milliarden Euro kosten). Das liegt oft auch daran, dass von 1000 potenziellen Medikamenten 999 die aufwendigen Tests nicht bestehen, da sie zum Beispiel starke Nebenwirkungen zeigen oder nur eine geringe Wirksamkeit aufweisen. Diese Tests sind aber von enormer Wichtigkeit, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente zu garantieren.
Auch hier kann KI helfen, indem KI-Algorithmen zum Beispiel von den 1000 potenziellen Medikamenten die 900 aussortieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tests nicht bestehen würden. Dadurch können Ressourcen effektiver verwendet und somit Zeit und Geld gespart werden.
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