Inwiefern kann KI bei der Früherkennung von Krankheiten helfen? Warum erzählt die KI manchmal Quatsch? Unsere Themenrunde KI fand vom 23. bis zum 27. Februar 2026 statt. Schüler*innen und Forschende tauschten sich in Live-Chats dazu aus, welche Rolle KI in unserer Gesellschaft spielt und wie sie in Zukunft unser Leben verändern wird. Am Ende wählten die Schüler*innen Martin Schmuhalek, Doktorand am Gwangju Institute for Science and Technology in Südkorea, zum Lieblingswissenschaftler.
Wie kam es dazu, dass du bei I’m a Scientist mitgemacht hast?
Wissenschaftskommunikation ist ein spannendes und wichtiges Feld. Ich denke, dass es als Wissenschaftler auf jeden Fall wichtig ist, seine Arbeit nach außen tragen zu können. Deshalb habe ich mir, als ich den Aufruf von I’m a Scientist gesehen habe, gedacht, dass es eine gute Chance ist, mich selbst einmal darin auszuprobieren.
Hast du schon vorher Erfahrungen in der Wissenschaftskommunikation mit der Zielgruppe Schüler*innen gesammelt?
Nein, das war eine komplett neue Erfahrung für mich.
Wie war der Austausch mit den Schüler*innen?
Es war sehr spannend zu hören, wie die Schüler*innen über das Thema KI denken und welche Sorgen oder auch Erwartungen sie haben. Ich war außerdem etwas überrascht, wie viel manche der Schüler*innen bereits gelernt haben und wissen. Damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Was nimmst du von dieser Erfahrung für dich und deine Forschung mit?
Auf jeden Fall die Erfahrung, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, Fragen zum eigenen Forschungsthema zu beantworten und dass es auch in Ordnung ist, ehrlich zu sagen, dass man auf eine Frage keine eindeutige Antwort geben kann. Außerdem fand ich es ein sehr lohnendes Gefühl, den Schüler*innen ein Thema, das mich selbst auch interessiert, näherzubringen. Diese beiden Dinge nehme ich für mich mit.
Gab es eine Frage in den Chats, die dich noch länger beschäftigt oder beeindruckt hat? Und wenn ja, wieso?
Eine Frage war, welche Themen und Trends im Bereich KI derzeit zu sehr gehypt werden und welche unterschätzt werden. Diese Frage und besonders die Antworten der anderen Forschenden haben mich noch länger zum Nachdenken angeregt.
Weißt du schon, was du mit deinem Preisgeld machen möchtest?
Um ehrlich zu sein, bin ich da noch etwas blank. Aber ich denke, ich werde das Preisgeld an ein Projekt spenden, das ich spannend finde.
Was würdest du anderen Forschenden raten, die überlegen, auch an I’m a Scientist teilzunehmen?
Es einfach auszuprobieren, ohne sich zu viele Gedanken zu machen. I’m a Scientist bietet eine gute Möglichkeit, seine eigene Forschung aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und hoffentlich den*die eine*n oder andere*n Schüler*in für das eigene Forschungsthema zu interessieren.

Martin Schmuhalek ist Doktorand am „Gwangju Institute for Science and Technology“ in Südkorea. Seine Forschung beschäftigt sich mit KI, die den Prozess zur Entwicklung von Krebsmedikamenten effizienter machen kann.






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