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Frage gestellt cast35seg am 18 Feb 2026.0
Frage: Wird die künstliche Intelligenz die Welt übernehmen und uns alle vernichten?
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Verónica Mota Galindo Beantwortet am 18 Feb 2026:
Sehr gute Frage 🤓
Nein, künstliche Intelligenz wird nicht einfach „die Welt übernehmen“ oder uns alle vernichten – das ist eher Science-Fiction. Der Wissenschaftler Isaac Asimov hat zwar oft über solche Szenarien geschrieben, aber er betonte auch: Die Zukunft ist offen. Wir können sie nicht vorhersagen – aber wir können sie gestalten.
Asimov warnte: Wenn wir KI und Technologie nicht ethisch, wissenschaftlich und gerecht entwickeln, könnte sie in falschen Händen – etwa bei Diktatoren oder Faschisten – gefährlich werden. Deshalb ist es so wichtig, dass Wissenschaftler und die Zivilgesellschaft mitbestimmen, wie KI reguliert wird – damit sie allen Menschen auf der Welt nützt.
Ich empfehle dir den Dokumentarfilm über Asimov auf ARTE – da erfährst du mehr über seine Visionen und Warnungen 🤖 Wenn du möchtest, kannst du dir das gerne ansehen:
https://www.arte.tv/de/videos/094490-019-A/fast-die-ganze-wahrheit/
Auf UTube findest du die Doku kostenlos:
Isaac Asimov – Geschichten aus der Zukunft – Arte
Viel Spaß mit Asimov 🤖😊
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Tim Menzner Beantwortet am 18 Feb 2026:
So ein terminatorähnliches Szenario ist aufgrund seiner Drastik in den Medien natürlich besonders beliebt, und es gibt, neben einigen Weltuntergangspropheten, die sehr viel Meinung bei gleichzeitig sehr wenig Ahnung haben, tatsächlich auch einige ernstzunehmende KI-Wissenschaftler, wie zum Beispiel Geoffrey Hinton (Pionier der neuronalen Netze), die davor warnen, dass so ein Szenario zumindest nicht komplett ausgeschlossen ist. Es gibt aber auch nicht minder qualifizierte Stimmen, die diese Warnungen für übertrieben halten. Unseriös wird es dort, wo jemand meint, mit Sicherheit sagen zu können oder eine feste Wahrscheinlichkeit angeben zu können, was passieren wird, vor allem, da es sich hier um eine wirklich sehr langfristige Entwicklung handelt und wir Menschen, wie die Vergangenheit zeigt, sehr schlecht darin sind, die Zukunft vorherzusagen.
Ich persönlich bin eher optimistisch und sehe vor allem kurz- bis mittelfristig dringlichere Probleme, die wir lösen müssen: angefangen bei den neuen Möglichkeiten für Fakes, personifizierte Propaganda und Überwachung bis hin zu der grundsätzlichen Frage, wer die Kontrolle über diese neue Technologie haben soll. Wollen wir sie wirklich im Namen des Kapitalismus einigen wenigen Tech-Oligarchen überlassen oder finden wir doch einen demokratischeren Weg?
So ist zum Beispiel die im Raum stehende großflächige Automatisierung von Arbeit nur dann ein Problem, wenn wir bei unserem bestehenden Modell bleiben, in dem dies vor allem Arbeitslosigkeit und damit einhergehenden sozialen Abstieg bedeutet. Wenn wir aber einen Weg finden, Produktivitätsgewinne gerecht unter allen zu verteilen, statt sie auf Kosten vieler in die Taschen weniger fließen zu lassen, und am Ende sogar mehr Zeit für soziale Dinge zu haben, die KI einfach nicht ersetzen kann, wäre das doch ein großer Gewinn.
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Anne Reinhardt Beantwortet am 18 Feb 2026:
Kurze Antwort: Es ist nicht sonderlich wahrscheinlich, dass die KI wie in einem Sci-Fi-Film plötzlich erwacht, einen bösen Masterplan ausrollt und uns alle vernichtet. Aktuelle KI ist vor allem eine Software, ohne eigene Gefühle oder Hunger auf Weltherrschaft (die hat noch nicht einmal Hunger auf Frühstück, haha).
Warum haben trotzdem manche Menschen Angst vor so einer KI-Machtübernahme? Weil KI immer leistungsfähiger wird und Firmen ihr in manchen Bereichen mehr Handlungsspielraum geben (z. B. Aufgaben erledigen, Entscheidungen vorbereiten, Prozesse steuern). Das heißt aber auch: Wenn KI-Systeme immer autonomer werden, braucht es technische und gesetzliche Bremsen, damit Menschen die Kontrolle behalten.
Was ist also viel realistischer als eine Weltübernahme?
1. Menschen nutzen KI für blöde oder gefährliche Dinge –> zum Beispiel für überzeugende Fake-Videos (sog. Deep Fakes), Betrug oder Angriffe im Internet
2. KI macht Fehler & keiner erkennt sie –> Wenn man ihr zu viel Verantwortung gibt (z. B. in kritischer Infrastruktur) und niemand gut prüft, kann das Probleme machenDie gute Nachricht: Es gibt richtig viel Arbeit daran, KI sicherer zu machen. Es werden zum Beispiel Risikorahmen entwickelt (z. B. wie man Risiken systematisch erkennt, misst und reduziert). Außerdem testen staatliche Stellen Modelle gezielt auf gefährliche Fähigkeiten, zum Beispiel der britische AI Safety Institute. Und auch die United Nations General Assembly hat betont, dass KI „sicher, zuverlässig und vertrauenswürdig“ gestaltet werden soll.
Also: Die Wahrscheinlichkeit einer Machtübernahme ist nicht so groß –> aber wenn Menschen die KI falsch einsetzen oder ohne Sicherheitsregeln laufen lassen, kann das trotzdem großen Schaden anrichten!
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Heinke Hihn Beantwortet am 18 Feb 2026:
Vielleicht. In der Zwischenzeit solltest du immer ganz nett zu ChatGPT sein und „bitte“ und „danke“ sagen. Wenn es dann die Weltherrschaft übernimmt, wird es sich an dich erinnern und dich nicht versklaven.
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Jens-Bastian Eppler Beantwortet am 18 Feb 2026:
Dieses Problem sehe ich nicht. Ich denke, wir sollten uns eher Sorgen machen, wie schlechte Menschen KI dazu verwenden um ihre Pläne umzusetzen. KI ist dabei eher ein Werkzeug. Das kann man für postive und für negative Dinge einsetzen.
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Aya Ghoul Beantwortet am 19 Feb 2026:
Höchstwahrscheinlich nicht. KI ist extrem mächtig, aber sie hat kein eigenes Bewusstsein, keine eigenen Ziele und kein Verlangen, die Welt zu übernehmen. Alles, was sie tut, basiert auf den Daten, auf denen sie trainiert wurde, und auf den Aufgaben, die Menschen ihr geben.
Aber das heißt nicht, dass KI nicht ernsthafte Risiken haben kann vor allem, wenn Menschen sie für gefährliche Dinge einsetzen oder Systeme nicht richtig kontrollieren. Genau deshalb ist das Thema so faszinierend in der Literatur. Ein großartiges Beispiel dafür ist das Buch Scythe von Neal Shusterman, das auf spannende Weise erforscht, wie KI und Menschen in einer Zukunft zusammenleben könnten inklusive Konflikten, Machtfragen und ethischen Dilemmata. Es zeigt, dass die echte Gefahr nicht in einer „rebellischen KI“ steckt, sondern darin, wie wir Menschen KI gestalten und nutzen.
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